Dienstag, 10. November 2015

Woher kommt er, der Kinderwunsch?

Dieser Blog existiert bekanntlich nur aus dem Grund, dass ich ca. 7 Wochen Papa eines kleinen Mädchens werde. Doch wie kam es dazu? Mal abgesehen von der Zeugung haben wir, also meine Frau und ich, uns irgendwann überlegt, dass wir auf jeden Fall Kinder wollen. Genau, Kinder. Nicht ein Kind. Hätten wir diesen Wunsch nicht gehabt, gäbe es jetzt keinen Abenteuer Papa-Blog.

Liegts in der Familie?

Für uns beide stand schon lange bevor wir uns kannten fest, dass wir mal Kinder wollen, idealerweise mit dem richtigen Partner. Konkrete Pläne gab es zwar vorher nicht, aber der Wunsch war immer da. Und ich hatte nicht eine Sekunde einen aktiven Gedanken daran verschwendet, keine Kinder wollen. Meiner Frau ging es genau so. Ein Glück. Für uns und unsere ungeborene Tochter.
(c) by Christoph Lehmann
Wir kommen beide aus relativ großen Familien und wurden vielleicht dadurch auch ein Stück in die richtige Richtung geprägt. Aktive Jugendarbeit von uns beiden hat sicher auch dazu beigetragen. Oder der fast lebenslange Berufswunsch meiner Frau Erzieherin zu werden. Am End' war es das Zusammenspiel vieler Faktoren.



Ich habe mir dabei nie Gedanken gemacht, ob ich es überhaupt hinkriege, ein oder mehrere Kinder zu versorgen. Für mich war das einfach sonnenklar. Wenn ich mal Papa werde, dann klappt das auch. Mit der Erziehung, den Finanzen und der Zukunft. Punkt. Zu keinem Zeitpunkt musste oder wollte ich abwägen, ob es wirklich ratsam ist. Klingt das blauäugig? Oder naiv? Mag sein, aber es ist meiner tiefste Überzeugung.
Wobei ich zugeben muss, dass ich, wäre mein Leben anders (sehr, sehr, sehr viel schlechter) verlaufen, womöglich doch von meinem Kinderwunsch Abstand genommen hätte. Eine fehlende Parterin ist natürlich auch ein nicht unerheblicher Kontra-Faktor.


Aber welche Motivation steckt dahinter?

Mit anderen Worten: Warum will ich Kinder? Die prägenden Faktoren habe ich schon angesprochen. Aber das erklärt nicht alles. Warum will ich ganz konkret Kinder? Was will ich mit ihnen anfangen / anstellen / machen?
Nun, der erste Grund ist relativ simpel: Ich war selbst mal Kind, habe eine tolle Kindheit gehabt und möchte das nun wiederum an meine Kinder weitergeben. Eine unbeschwerte, aufregende, relativ behütete Kindheit.
Ich will meine Kinder aufwachsen sehen. Und ganz eigennützig damit auch sehen, was wir "geschaffen" haben. Gibt es was schöneres, als stolz auf sich selbst, seine Familie und damit natürlich auch die Kinder zu sein? Ich möchte meine Kinder durch die ersten Jahre begleiten, durch hoffentlich nicht allzu schwierige Schuljahre und ihnen beim Erwachsenenwerden helfen, um dann in 20 - 25 Jahren sagen zu können: Jep, hat alles hingehauen, ich bin stolz auf euch.
Ein weiterer Grund: Mit Kindern wird es nie langweilig. Ich mag es, wenn Leben im Haus ist. Dieses Leben kann sicherlich hin und wieder mal anstrengend sein, aber wen juckt das? Mich nicht.

Wie oben schon erwähnt möchte ich auf jeden Fall mehr als ein Kind. Einzelkinder haben ja unter diversen Vorurteilen zu leiden, und ich bin mir ziemlich sicher, dass da auch ein wenig Wahrheit dran ist. Daher kann ich mir absolut nicht vorstellen mich in den nächsten 20 und mehr Jahren nur um meine Tochter zu kümmern. Mindestens ein Geschwisterchen sollte dazu kommen.

Was könnte dagegen sprechen?

Ich will nicht verheimlichen, dass es auch viele, mitunter gute Gründe gegen eigene Kinder gibt. Da wäre zum Beispiel der Karrierewunsch, der sich häufig nicht mit eigenen Kindern vereinbaren lässt. Da wäre die simple Tatsache, dass man mit Kindern "nix anfangen kann". Diesen Punkt kann man meist nur schwer erklären, aber da ist was dran, denke ich. Wer keinen Draht zu Kindern hat, wird sich vielleicht auch mit eigenen Kindern schwer tun.
Natürlich kann einem auch die eigene Freizeitgestaltung und finanzielle Unabhängigkeit wichtiger als Kinder sein. Auch das ist meiner Meinung nach nicht verwerlich. Kinder sind kein günstiges Freizeitvergnügen. Man möchte ihnen schließlich was bieten.
Ein unschöner Grund gegen Kinder ist natürlich die Tatsache, dass ein Paar keine Kinder bekommen kann, z. B. wegen Unfruchtbarkeit. Adoption ist hier zwar eine Möglichkeit, kommt aber sicherlich nicht für jeden in Frage. An dieser Stelle möchte ich auf einen Blog verweisen, der sich ausführlich mit unerfülltem Kinderwunsch beschäftigt und dabei äußerst interessante und tiefe Einblicke in das Leben mit unerfülltem Kinderwunsch bietet: http://www.herzensvater.de/

Wie steht Ihr zu dem Thema?

Mich interessiert, wie meine Leser darüber denken. Kinder kriegen? Oder eher nicht? Wenn ja, wie viele? Und besonders interessieren mich natürlich auch eure Gründe :-) Also, legt los und tobt euch in den Kommentaren aus.
Sehr gerne dürft Ihr natürlich auch der Umfrage oben rechts teilnehmen. Eure Meinung interessiert mich!

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