Montag, 2. November 2015

And the beat goes on - das erste CTG!

Premiere im Abenteuerland: "Unser" erstes CTG. Also das erste Mal über mehr als 20 Minuten den satten Puls der kleinen Maus in Echtzeit hören. Und im Takt zu Bruno Mars (lief gerade in der Arztpraxis) klang das sogar fast synchron.
Zuerst wollten die "Mikrofone" nicht richtig sitzen und die Arzthelferin hat ein paar Minuten gebraucht, bis sie das Signal gefunden hatte. Aber dann ging's los. Bumm, bumm, bumm, bumm...und das mit einer 150er Frequenz. Noch viel interessanter waren aber die Tritte der Kleinen gegen den Sensor, das hat ordentlich Krawall im Lautsprecher gemacht. Nach dem sie fast den ganzen Morgen geschlafen hat, war sie dann während des CTG um so wacher. Entweder, weil es ihr gar nicht passte oder sie genau so Spaß an der Freude hatte wie wir.

Was ist das überhaupt, dieses CTG?

Mit einem CTG können Väter und Mütter, die das schon durchgemacht haben, wahrscheinlich was anfangen, manch anderer jedoch nicht. Daher hier nochmal kurz ein wenig theoretischer Hintergrund:
CTG bedeutet Cardiotocography, oder zu deutsch: Kardiotokographie. Gemeint ist damit die Registrierung und Aufzeichnung der kindlichen Herztätigkeit im Bauch der Mutter. Gleichzeitig dient dieses Verfahren zur Überwachung der Wehentätigkeit unter der Geburt.
Dazu werden zwei Messfühler von außen auf den Schwangerschaftsbauch geklebt, wobei jeweils einer zur Aufzeichnung der Wehentätigkeit und einer zur Registrierung der Herztöne des Kindes dient. Wehentätigkeit ist Gott sei Dank bei meiner Frau noch nicht vorhanden, die Herztöne sind dafür um so deutlicher zu hören.

Für Laien ist zunächst die Frequenz von fast 160 Schlägen pro Minute befremdlich, für ein ungeborenes Kind ist dies jedoch völlig normal. Also nicht erschrecken, das muss so :) Gute Arzthelferinnen und Gynäkologen erklären das der Patientin aber auch.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein CTG eine weitere Möglichkeit ist, faszinierend direkten Kontakt zum Kind aufzunehmen. Die ganze Geschichte wird bis zur Geburt regelmäßig wiederholt. Wie oft genau, hängt von der individuellen Entwicklung von Mutter und Kind ab. Mir macht's auf jeden Fall tierisch Spaß und ich werde nach Möglichkeit immer dabei sein.

Tipp für Papas:
Wenn Ihr die Möglichkeit habt, lasst euch zumindest das erste CTG nicht entgehen. Zwanzig Minuten den nachwüchslichen Herztönen lauschen hat was. Irgendwann wird es sicher zur Routine, aber zu Beginn ist es noch aufregend.

Kommentare:

  1. Achja, das erste Mal CTG ist wirklich ein schönes Erlebnis und bleibt für immer in Erinnerung! Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Daniela

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    1. Ja, das stimmt. Aufregend, das erste Mal das Herz schlagen zu hören. Auch 20 Minuten lang wird das irgendwie nicht langweilig. Dir auch ein schönes (Rest-)Wochenende :)

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