Montag, 21. Dezember 2015

Mission Hochschwangerschaftsumzug: Erfolgreich beendet!

Die Überschrift spricht für sich. Der seit September geplante Umzug ist nun abgeschlossen. Mehr gibt es eigentlich nicht zu kommentieren. Reicht, oder?

Nene, natürlich nicht. Denn es war kein normaler Umzug. Zum einen hatten wir eine Distanz von ca. 250 km zu überbrücken (okay, das an sich ist nichts besonderes). Zum anderen, und jetzt wirds schon krimineller, war meine Frau in der Umzugsendphase in der 37. Schwangerschaftswoche - mit all den dazu gehörigen, normalen Einschränkungen.
(c) Dennis Skley
Aber von vorne...

Seit September wussten wir, was im Dezember diesen Jahres auf uns zukommen wird. Ein neuer Job wartet auf mich und damit auch der Umzug in meine Heimatstadt. Meine Frau mit unserer Tochter in ihrem Bauch nehme ich natürlich mit.


Die neue Wohnung

Los ging es mit der Wohnungssuche. Die gestaltet sich komplett anders, als es vorher bei mir der Fall war. Habe ich als Single nach Wohnung zwischen 50 und 70 m² gesucht und sonst wenig Ansprüche gehabt, hat sich das jetzt gedreht. Mindestens 80 m² auf drei Zimmer aufgeteilt sollten es schon sein. Idealerweise Abstell- oder Kellerraum. Mindestens ein Autostellplatz wär auch cool. Was die Etage angeht, hat meine Heimatstadt den Vorteil, dass es kein Wohngebäude gibt, das über mehr als drei Stockwerke verfügt. Hier kann also schon mal nix schiefgehen wegen Treppen hochklettern und so. Hinzu kommt, dass die Wohnung natürlich auch halbwegs kinderfreundlich sein soll. Also sinnvolle Raumaufteilung, Lage, etc.

Das erste Besichtigungsobjekt hat uns eigentlich auf Anhieb gut gefallen, da es aber über ein Zimmer im Dach verfügt (Dachschräge bis zum Boden), war uns das dann doch zu viel Platzverlust. Also weiter suchen. Das zweite Objekt klang beschreibungstechnisch eigentlich auch ziemlich gut, hatte aber eine Nachtspeicherheizung. Die schlechte Steuerbarkeit hat schließlich dazu geführt, dass wir trotz ausreichender Größe, Erdgeschoss und Garten absagen mussten. Gott sei Dank hat sich wenig später ein Vermieter gemeldet, dem wir per Chiffre geschrieben haben. Problematisch war die Tatsache, dass wir 250 km weit weg waren und nicht mal eben spontan zur Wohnungsbesichtigung kommen konnten. Dies hat netterweise meine Mama übernommen. Nachdem sie auf den ersten Blick ziemlich angetan war, sind wir nachmittags Richtung Münsterland und haben uns diese Wohnung selber angeschaut. Und was soll ich sagen? Perfekt. Knappe 90 m², drei Zimmer, Balkon, Abstellraum, Kellerraum, Waschkeller, Fahrradkeller und zwei PKW-Stellplätze. Ein Traum. Die Einigung mit dem Vermieter war nur noch Formsache und 12 h später haben wir unterschrieben.

Erste Vorbereitungen

Hier wurde es heikel. Denn das ganze musste halbwegs Schwangerenfreundlich ablaufen. Also möglichst wenig Stress und so. Da meine Eltern ganz in der Nähe wohnen, haben wir schon früh anfangen können, Zeug in die neue alte Heimat zu fahren und bei ihnen zwischen zu lagern. An dieser Stelle besten Dank an folgende Zwischenlager: Mama und Papa, Oma und Opa und die andere Oma :-)
So kamen schon einige Kartons mit Dingen zusammen, die wir in den nächsten drei Monaten eher nicht brauchen. Dabei hat sich meine Frau auch schön daran gehalten keine schweren Kartons zu tragen. Wir wollen ja kein Risiko eingehen.

Vom inzwischen ehemaligen Vermieter unseres Vertrauens (an dieser Stelle vielen Dank, Olli) konnten wir mehrmals einen Anhänger leihen und so auch schon mal ein paar Möbelstücke rüberfahren. All das geschah natürlich mit dem Ziel am eigentlichen Umzugstag möglichst wenig Arbeit zu haben.

Im Nachhinein der größte Segen war meine Frau. Sie hat bereits Anfang Oktober angefangen Tapeten abzureißen. Denn das war während des ganzen Aus-, Um- und Einzugs die undankbarste Arbeit. Schichten von Farbe, Tapete, Rauhfaser und nochmal Farbe haben uns und unseren fleißigen Helfern mächtig was abverlangt. Am End' haben wir gesiegt, aber es war ein harter Kampf. Verdammt hart.

Der Umzug

Clever wie ich bin, hab ich mir zusätzlich zu einem VW-Bulli einen 2,7 t-Anhänger organisiert. Spart bares Geld. Hertz, Sixt und Co. verlangen exorbitante Summen für halbwegs geräumige Transporter. Also Anhänger vollgeladen und am nächsten Tag Richtung Münsterland. Dann folgten zwei Tage Maloche - aber vom allerfeinsten. Samstag abend war dann endlich alles in der Wohnung, Ordnung war noch nicht mal ansatzweise vorhanden. Das kommt aber jetzt nach und nach.


Das Wichtigste: Kinderzimmer

Die Entwicklung des Kinderzimmers werde ich in den nächsten Tagen blogtechnisch festhalten und dabei auch das ein oder andere genutzte Produkt vorstellen. Und natürlich freue ich mich über Anregung, was noch alles ins Kinderzimmer gehört.


Tipp für Papas:
Wenn es geht vermeidet einen Umzug mit einer Hochschwangeren. Unser hat zwar insgesamt perfekt geklappt, aber wer eine Frau hat, die anderen nicht gut beim Arbeiten zuschauen kann, wird es schwer haben, sie zur körperlichen Schonung zu überreden. Meine Frau weiß zwar sehr gut selbst, was sie machen kann und darf, aber als besorgter Ehemann und Bald-Papa hat man da nun mal einen gewissen Beschützerinstinkt.
Solltet ihr doch in die Verlegenheit kommen und mit eurer hochschwangeren Partnerin umziehen müssen könnt ihr immerhin versuchen möglichst viel Arbeit an Freunde und Verwandte zu deligieren. Die werdende Mutter sollte sich mit der Chefaufseherrolle begnügen :-)

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